
Wie findest du den richtigen Trainer oder die richtige Trainerin?
Die Wahl des Trainers ist ein wichtiger Schritt auf deinem Fitnessweg. So gehst du vor, um den Richtigen zu finden.
- Reicht es nicht, nach einem PDF-Programm oder online zu trainieren?
- Wer einen sexy Körper hat, weiß bestimmt, was er tut
- Soll ich also mit niemandem online trainieren?
- Ist ein Physiotherapeut die beste Wahl?
- Wenn er Sportler trainiert, will er dann mir helfen?
- Kann ich in einer Gruppe trainieren?
- Welchen Trainer solltest du suchen?
Im vorherigen Artikel haben wir das kontroverse Thema angeschnitten, ob Sport ein Weg in die dauerhafte Invalidität ist. Wir wissen, dass Faktoren wie die Anatomie unseres Körpers, die Verletzungsgeschichte und die Art unseres Berufs unsere Bewegung radikal beeinflussen. Wenn du gerade mit dem Training beginnst oder nach längerer Zeit zum Sport zurückkehrst, empfehle ich dir, einen Experten anzusprechen, der sich mit Training beschäftigt – egal ob Konditionstrainer, Personal Trainer oder Physiotherapeut. Das sind häufige Fragen, die wir uns bei der Wahl eines Trainers stellen.
Reicht es nicht, nach einem PDF-Programm oder online zu trainieren?
Nein. Die Antwort ist eindeutig: Es reicht nicht. Viele Trainer, die Trainings leiten, haben Begeisterung fürs Training, aber sie haben nicht den Ehrgeiz, dich und deine Bedürfnisse kennenzulernen. Sie erfahren nicht, ob du Schmerzen hast oder wie viel du schläfst, ob, wie und wann du an stressigen Arbeitstagen isst. Diese Art von Training kann zu anspruchsvoll oder umgekehrt zu einfach sein und bringt dir nicht den Fortschritt, den du dir wünschst.
Wer einen sexy Körper hat, weiß bestimmt, was er tut
Dass jemand großartig aussieht und ein Sixpack hat, bedeutet nicht, dass er ein Experte in der Arbeit mit Menschen ist. Leidenschaft für Fitness ist natürlich das, was du bei einem Trainer suchst. Aber wichtig ist, dass der Trainer Interesse an dir hat. Daran, wie du dich fühlst und was deine Ziele sind. Der gemeinsame Weg von Trainer und Schützling ist eine einzigartige Beziehung, die Empathie und Wissen erfordert.
Soll ich also mit niemandem online trainieren?
Heute gibt es unglaubliche Möglichkeiten, online zusammenzuarbeiten. Ein individueller Ansatz und ein individuelles Programm sind auch online in Ordnung. Wichtig ist aber, dass ein solches Programm regelmäßige Beratungsgespräche beinhaltet und wöchentlich auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten wird.
Ist ein Physiotherapeut die beste Wahl?
Ja und nein. Als Physio bin ich mir bewusst, dass wir Physiotherapeuten unsere Kunden oft regelrecht zur perfekten Bewegung drängen und Dogmen darüber aufstellen, was funktionelle und “gesunde” Bewegung ist. Die perfekte Bewegung gibt es nicht. Es gibt aber Bewegung, die du bewältigst und bei der keine Verletzungsgefahr besteht.
Wenn er Sportler trainiert, will er dann mir helfen?
Eine häufige Sorge: Wer Stars trainiert, kann mich nicht trainieren. Dabei sind Experten oft gerade dankbar für Kunden, die nicht zu den Olympischen Spielen wollen, sondern sich mehr um ihre Gesundheit kümmern und Freude an der Bewegung haben möchten. Genauso solltest du aber darauf achten, dass der Trainer keine Star-Allüren und kein großes Ego hat und sich vor allem für das interessiert, was dir hilft.
Kann ich in einer Gruppe trainieren?
Gruppentraining ist eine tolle Motivation, regelmäßig zum Training zu gehen. Das Risiko ist allerdings, dass der Trainer es nicht für jedes Gruppenmitglied gleich gut ausrichten kann. Es gibt aber eine Möglichkeit, kleinere Gruppen so zusammenzustellen, dass ihre Mitglieder ähnliche Bedürfnisse und Ansprüche an Bewegung und Sport haben.
Welchen Trainer solltest du suchen?
- In der Einfachheit liegt die Schönheit, ob ONLINE oder persönlich. Setz beim ersten Telefonat oder Treffen auf dein gutes Gefühl. Wie du dich mit dieser Person fühlst, wird für eine langfristige Zusammenarbeit entscheidend sein.
- Wenn er Interesse an dir zeigt, stellt er dir viele Fragen – auch abseits des Trainings.
- Interessiert er sich auch für deinen Lebensstil, deine Arbeit und dein psychisches (Un-)Wohlbefinden, ist das die Garantie, dass er dich nicht schon in der ersten Trainingswoche verheizt.
- Er testet, wie du dich bewegst; zum Beispiel wie deine Kniebeuge, deine Vorbeuge und dein Laufen aussehen oder wie lange du an der Stange hängen kannst. Damit stellt er sicher, dass du keine Dinge machst, bei denen Verletzungsgefahr besteht.
Wir wünschen dir viel Glück bei der Wahl deines Trainers.


